Dummytraining mit Hund – Beschäftigung, Auslastung & Bindung

Viele Hundehalter denken beim Wort „Apportieren“ sofort an das gute alte Stöckchen werfen. Hund rennt los, Hund bringt zurück, fertig. Klingt simpel, oder?
Aber Dummytraining ist viel mehr als das – es ist Kopfarbeit, Teamarbeit und Action in einem.

Hier geht’s nicht darum, dem Hund nur etwas hinterherzuwerfen, sondern gemeinsam spannende Aufgaben zu lösen. Dein Hund darf rennen, suchen, denken und tragen, und du bist der Regisseur dieses kleinen Abenteuers. Klingt ein bisschen wie „James Bond mit Fell und vier Pfoten“ – nur dass die Mission meistens im Wald oder auf der Wiese stattfindet und der Bösewicht ein rotes Leinensäckchen ist.

Das Schöne: Dummytraining passt fast jedem Hund – egal ob Retriever, Schäferhund, Mischling oder Couch-Potato. Und für uns Menschen ist es die perfekte Kombi: Spaß haben, Hund sinnvoll auslasten und am Ende einen glücklichen, müden Vierbeiner neben sich liegen haben.

Also: Vergiss langweiliges Stöckchenholen – jetzt wird’s spannend!


Warum Dummytraining sinnvoll ist

Dummytraining ist nicht einfach „irgendeine Beschäftigung“. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, gleichzeitig Kopf, Körper und Herz deines Hundes sinnvoll zu fordern. Und das Beste: Du bist immer ein Teil des Ganzen – es geht um echtes Miteinander.

Kopfarbeit – Den Hund zum Denken bringen
Ein Hund, der mitdenken darf, ist ein glücklicher Hund. Beim Dummytraining geht es nicht nur darum, irgendwas zu holen – er muss sich merken, wo das Teil gelandet ist, Suchstrategien entwickeln und deine Signale beachten. Das bedeutet: Gehirn einschalten statt nur Beine bewegen. Und ein ausgelastetes Hundegehirn verhindert bekanntlich die berühmten „Ich zerlege mal eben die Couch“-Momente.

Bewegung – Power mit Plan
Je nach Übung sprintet dein Hund übers Feld, klettert durchs Gestrüpp oder schwimmt durchs Wasser. Aber eben kontrolliert und sinnvoll. Statt sinnlosem Ballwerfen, bei dem der Hund oft heißläuft und Stresshormone hochschießen, gibt es hier strukturierte Bewegung mit klarer Aufgabe. Und ja – am Ende liegt dann ein zufriedener, müder Hund neben dir. (Und wir wissen beide: Das ist Gold wert 😉).

Bindung – Teamarbeit statt Einzelkämpfer
Beim Dummytraining seid ihr ein echtes Team. Du gibst die Richtung vor, dein Hund vertraut dir und bringt die „Beute“ zurück. Das stärkt nicht nur den Gehorsam, sondern vor allem das Vertrauen und die Zusammenarbeit. Dein Hund merkt: „Mit meinem Menschen zusammen macht’s mehr Spaß, als alleine durch die Gegend zu wuseln.“

Kontrollierte Jagdbefriedigung – endlich legal jagen
Viele Hunde haben einen ausgeprägten Jagdtrieb – und mal ehrlich: Das kriegst du nicht wegtrainiert. Aber du kannst ihn umlenken. Statt Hase, Reh oder Nachbars Katze jagt dein Hund nun ein Dummy. Für ihn fühlt es sich genauso wichtig an – für dich bedeutet es: kein Herzstillstand mehr, wenn dein Hund plötzlich im Unterholz verschwindet. Win-Win.

Flexibilität – Training wo und wann du willst
Das Beste: Dummytraining braucht keine spezielle Halle oder teures Equipment. Wald, Wiese, Park, Strand – alles wird zur Trainingsfläche. Selbst drinnen lassen sich kleine Einheiten einbauen, zum Beispiel Suchspiele im Wohnzimmer oder Flur. Egal ob 5 Minuten oder eine Stunde – Dummytraining passt sich deinem Alltag an.

👉 Dummytraining ist wie ein Fitnessstudio, eine Denkaufgabe und ein Abenteuerurlaub in einem – nur eben für deinen Hund. Es vereint Bewegung, Kopfarbeit und gemeinsame Action, und sorgt dafür, dass aus reiner Auslastung echte Teamarbeit wird.


Die Grundlagen des Dummytrainings

Bevor es richtig losgeht, braucht es ein solides Fundament. Denn Dummytraining ist kein „einfach mal Dummy werfen und schauen, was passiert“. Wenn die Basis fehlt, endet das Ganze schnell im Chaos – Hund läuft in die falsche Richtung, Dummy bleibt irgendwo liegen, und du stehst da mit einem Gesichtsausdruck wie beim Versuch, IKEA-Möbel ohne Anleitung zusammenzubauen.

🐾 Grundgehorsam – die Eintrittskarte ins Training

Sitz, Platz, Bleib und ein sicherer Rückruf sind Pflicht. Nicht, weil wir Spaßbremsen sind, sondern weil Dummytraining sonst zu einer Art „Catch me if you can“ wird.
Ein Hund, der zuverlässig bleibt, wenn du das Dummy wirfst, und erst auf dein Kommando startet, versteht den Ablauf viel schneller. Und ein Hund, der sicher zurückkommt, bringt dir auch wirklich das Dummy – und nicht den nächsten Stock, eine tote Maus oder gleich einen halben Baum.

🐾 Apportierfreude – Lust auf Tragen

Nicht jeder Hund trägt automatisch etwas gern im Maul. Retriever, Schäferhunde oder Malinois haben das quasi im Blut – für sie ist ein Dummy das Highlight des Tages. Andere müssen langsam an den Gedanken gewöhnt werden, dass „etwas ins Maul nehmen und stolz nach Hause tragen“ eine großartige Sache ist.
Das geht am besten über kurze, spaßige Einheiten mit viel Lob. Wichtig: Kein Druck, kein Zerren, kein „Du musst jetzt aber“. Das Dummy soll ein Schatz werden, den der Hund gerne zu dir bringt – nicht ein Fremdkörper, den er nur ungern anfasst.

🐾 Konditionierte Signale – die Sprache des Trainings

Damit ihr euch versteht, braucht es klare Ansagen:

  • „Apport!“ – bedeutet: „Hol das Ding!“
  • „Aus!“ – heißt: „Danke, gib’s mir bitte in die Hand, nicht auf den Boden.“
  • Handzeichen oder Pfeife – helfen, Richtungen und Entfernungen klarzumachen, gerade wenn der Hund schon weiter weg ist.

So wird das Training nicht zu einem wilden Durcheinander, sondern zu einer klaren Kommunikation. Dein Hund weiß, was gemeint ist, und du musst nicht jedes Mal mit wildem Gestikulieren erklären, wo es langgeht.

👉Dummytraining funktioniert wie ein gemeinsamer Tanz – du führst, dein Hund folgt. Ohne Grundschritte stolpert man nur herum, aber mit ein bisschen Übung wird daraus ein harmonisches Miteinander, das euch beide richtig Spaß macht.


Welche Dummys eignen sich?

Dummy ist nicht gleich Dummy – je nach Einsatz und Hund macht es Sinn, die richtige Variante auszuwählen. Zum Glück gibt es mittlerweile eine große Auswahl, und man kann die Trainingshilfen perfekt an Hund und Situation anpassen.

🎒 Klassische Leinensäckchen

Die bekanntesten Dummys sind die typischen Leinensäckchen, gefüllt mit Sand, Granulat oder Watte. Sie sind angenehm im Maul zu tragen, haben meist ein Gewicht zwischen 250 und 500 Gramm und fliegen schön weit. Ideal für Apportierübungen auf der Wiese oder im Feld. Sie sind quasi der „Allrounder“ im Dummytraining – zuverlässig, robust und vielseitig einsetzbar.

🐾 Zergel oder Beißwürste

Unsere persönliche Lieblingskategorie (und ja, ein bisschen Werbung muss sein 😍): Zergel aus Industrieschlauch. Extrem robust, mit stabilen Nähten und wahlweise einer oder zwei Handschlaufen. Perfekt für Zerrspiele, Beuteaufbau oder als Belohnung nach einer gelungenen Übung. Und ganz ehrlich: Manche Hunde flippen allein schon beim Anblick ihres Zergels komplett aus – weil’s einfach Spaß macht, gemeinsam darum zu kämpfen.

🌊 Schwimmfähige Dummys

Für Hunde, die Wasser lieben (Retriever, Labradore, Neufundländer – aber auch viele Mischlinge), gibt es spezielle Schwimm-Dummys. Leicht, wasserfest und gut sichtbar. Sie treiben an der Oberfläche und lassen sich auch im See oder Fluss sicher greifen. Perfekt für den Sommer, wenn man das Training mit einer Abkühlung verbinden möchte.

🎯 Marking-Dummys

Diese kommen in auffälligen Farben wie Neon-Orange, Gelb oder sogar zweifarbig. Vorteil: Hund (und Mensch 😉) können die Flugbahn und die Fallstelle besser sehen. Gerade bei größeren Entfernungen oder schwierigem Gelände macht das einen riesigen Unterschied. Marking-Dummys sind super, um die Merkfähigkeit des Hundes zu trainieren.

👉 Wichtig: Dummys sind Trainingswerkzeuge, keine Kauspielzeuge. Sie sind nicht dafür gedacht, unbeaufsichtigt herumzuliegen und durchgekaut zu werden. Ein Dummy soll für den Hund etwas Besonderes bleiben – ein Schatz, den er im Training bekommt und stolz zurückbringt. Wer den Dummy wie ein altes Kuscheltier liegen lässt, riskiert, dass der Hund ihn bald langweilig findet oder als Knautschball zweckentfremdet.

💡 Unser Tipp: Lege dir am besten gleich mehrere verschiedene Dummys zu. So kannst du je nach Übung variieren, Überraschungen einbauen und das Training spannend halten. Dein Hund wird es dir danken – mit glänzenden Augen, wedelnder Rute und jeder Menge Motivation.


Übersicht: Welche Dummys für welchen Einsatz?

Dummy-ArtVorteileTypischer EinsatzGeeignet für
LeinensäckchenRobust, gutes Gewicht, angenehm zu tragen, vielseitigKlassisches Apportieren auf Wiese oder FeldAlle Hunde, besonders Einsteiger
Zergel / BeißwurstExtrem robust, fördert Beutetrieb, ideal für Zerrspiele & BelohnungZerrtraining, Motivation, ApportbelohnungHunde mit viel Energie & Spieltrieb (z. B. Malinois, Schäferhunde)
Schwimm-DummysSchwimmfähig, leicht sichtbar, wasserfestApport im Wasser, SommertrainingWasserliebende Hunde (Retriever, Labradore, Mischlinge)
Marking-DummysAuffällige Farben, besser sichtbar auf Distanz, fördert MerkfähigkeitMarkierübungen, weite Würfe, unübersichtliches GeländeHunde, die gern schnell und weit apportieren

👉 Praxis-Tipp: Viele Profis mischen die Dummy-Arten im Training. So bleibt es spannend, und der Hund lernt, sich flexibel auf unterschiedliche Situationen einzustellen.


Übungsbeispiele für Einsteiger – Schritt für Schritt zum erfolgreichen Apportieren

Apportieren ist eine der beliebtesten Beschäftigungen für Hunde, weil es körperliche Bewegung, Kopfarbeit und Teamarbeit kombiniert. Für Einsteiger ist es wichtig, die Übungen langsam aufzubauen, damit der Hund Freude an der Arbeit entwickelt und nicht frustriert wird. Hier sind fünf praxisnahe Übungsbeispiele:

1. Der einfache Apport

Ziel: Der Hund lernt den Ablauf „Sitz – Apport – Rückgabe in die Hand“ und entwickelt Motivation und Freude am Dummy.

Ablauf:

  1. Hund ins Sitz bringen und kurz warten lassen.
  2. Dummy wenige Meter sichtbar vor den Hund werfen.
  3. Deutliches Freigabe-Kommando geben, z. B. „Apport!“.
  4. Hund bringt den Dummy zurück und gibt ihn ruhig in die Hand ab.
  5. Sofort loben, verbal und ggf. mit einer kleinen Belohnung.

Tipps & Variationen:

  • Übe zuerst nur kurze Distanzen, um Überforderung zu vermeiden.
  • Bei Rückgabe nicht auf den Boden schmeißen, sondern gezielt die Hand als Ziel anbieten.
  • Lob ist entscheidend: ruhige, positive Verstärkung wirkt besser als hektisches Aufheben.

2. Verlorensuche im hohen Gras

Ziel: Nasenarbeit fördern, Frusttoleranz aufbauen, Konzentration stärken.

Ablauf:

  1. Dummy heimlich im Gras oder Laub verstecken, ohne dass der Hund zuschaut.
  2. Hund mit dem Kommando „Such!“ losschicken.
  3. Hund arbeitet selbstständig mit der Nase und sucht den Dummy.
  4. Beim Fund sofort loben und ggf. mit Leckerchen belohnen.

Tipps & Variationen:

  • Zunächst leicht verstecken, später die Schwierigkeit erhöhen.
  • Kurze, klare Kommandos verwenden – „Such!“ genügt.
  • Lobe den Hund auch für Anstrengung, nicht nur für den Fund, um Frust zu minimieren.
  • Ideal für heiße Tage, weil der Hund sich konzentriert, aber nicht immer rennen muss.

3. Markierungen (Sichtapport)

Ziel: Merkfähigkeit, Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeit trainieren.

Ablauf:

  1. Dummy gut sichtbar auf verschiedene Entfernungen fallen lassen.
  2. Hund beobachtet den Wurf und läuft gezielt zur Fallstelle.
  3. Nach Rückgabe sofort loben.
  4. Steigerung: Mehrere Dummys nacheinander auslegen, Hund muss sich die Reihenfolge merken.

Tipps & Variationen:

  • Beginne mit einer kurzen Distanz, steigere langsam.
  • Klarer Blickkontakt vor dem Wurf unterstützt den Hund.
  • Achte darauf, dass der Hund nicht einfach herumstreift – Präzision ist wichtiger als Geschwindigkeit.

4. Richtungsübungen

Ziel: Gehorsam, Teamarbeit, Arbeit unter Ablenkung.

Ablauf:

  1. Hund sitzt neben dir.
  2. Du legst einen Dummy nach links, einen nach rechts.
  3. Mit klaren Handzeichen und Stimme schickst du ihn in die richtige Richtung.
  4. Bei mehreren Dummys nacheinander jeweils klare Kommandos geben.
  5. Nach Rückgabe jedes Dummys loben.

Tipps & Variationen:

  • Zunächst kurze Entfernungen, dann langsam steigern.
  • Handzeichen immer deutlich zeigen, Stimme ruhig und konsequent einsetzen.
  • Ideal, um Hund und Hundeführer als Team zu schulen.
  • Später kann die Übung mit Ablenkungen (andere Hunde, Geräusche) ergänzt werden.

5. Wasserarbeit (für Fortgeschrittene)

Ziel: Krafttraining, Abkühlung, besondere Auslastung, Freude an neuen Herausforderungen.

Ablauf:

  1. Schwimmfähigen Dummy ins Wasser werfen.
  2. Hund mit Apport-Kommando losschicken.
  3. Hund holt den Dummy zurück, überwindet Wasserbarriere.
  4. Rückgabe erfolgt wieder in die Hand, anschließend viel Lob.

Tipps & Variationen:

  • Erst flache Gewässer wählen, bis Hund sich sicher fühlt.
  • Für Hunde, die Wasser nicht gewohnt sind, kann das Dummy-Schwimmen am Ufer geübt werden.
  • Wasserarbeit trainiert Ausdauer, Muskelkraft und Selbstvertrauen.
  • Immer auf Sicherheit achten: keine starken Strömungen, Wassertemperatur beachten.

💡 Allgemeine Hinweise für Einsteiger:

  • Kurze, regelmäßige Trainingseinheiten sind effektiver als lange.
  • Immer mit positiver Verstärkung arbeiten – Stress blockiert Lernprozesse.
  • Spaß und Motivation stehen an erster Stelle: ein glücklicher Hund lernt besser.
  • Variiere Distanz, Gelände und Dummy-Typen, um Abwechslung zu schaffen.

Typische Anfängerfehler beim Dummytraining – und wie du sie elegant umgehst

Auch die motiviertesten Hundebesitzer starten mal wackelig ins Dummytraining – kein Grund zur Scham! Damit dein Vierbeiner nicht durcheinanderkommt oder der Dummy irgendwann eher ein Zahnspielzeug wird, hier unsere Zusammenfassung der häufigsten Anfängerfallen – mit ein paar Augenzwinkern:

1. Zu viele Wiederholungen auf einmal

  • Klassiker: Du wirfst fünf Dummys hintereinander und wunderst dich, dass der Hund nach dem dritten nur noch auf dem Boden herumkaut.
  • Problem: Überforderung! Der Hund verliert die Motivation, verknüpft das Training eher mit Stress als Spaß.
  • Tipp: Weniger ist mehr. Lieber kurze, klare Einheiten von 5–10 Minuten und danach echte Pause. Den Rest des Tages darf der Dummy gern unsichtbar bleiben.

2. Den Dummy als Kauspielzeug missbrauchen

  • Wenn der Dummy ständig rumgekaut, geworfen oder in die Ecke geschleudert wird, wird er für den Hund zum Spielzeug, nicht zum Arbeitsgerät.
  • Folge: Apportier-Kommandos verlieren ihren Sinn, der Hund „vergisst“, dass er den Dummy zurückbringen soll.
  • Tipp: Nutze den Dummy nur im Training. Danach wegpacken. Und ja, wir wissen: es ist schwer, den Hund nicht beim Spielen zu filmen – aber Geduld zahlt sich aus.

3. Unscharfe Kommandos

  • „Bring mal!“ – „Hol ihn!“ – „Apport!“ – wenn du ständig wechselst, ist dein Hund schnell verwirrt.
  • Effekt: Statt flink zu apportieren, steht er da wie ein Fragezeichen.
  • Tipp: Wähle ein eindeutiges Kommando und bleib dabei. Bonus: Dein Hund wirkt dann nicht nur clever, sondern auch zuverlässig wie ein Profi.

4. Fehlendes Aus-Kommando

  • Ohne ein klares „Aus!“ oder „Gib her!“ läuft das Training Gefahr, in ein Zerren- oder Versteckspiel auszuarten.
  • Folge: Hund rennt stolz mit dem Dummy durch den Garten, als wäre er der König von allem, was Stoff und Leder heißt.
  • Tipp: Trainiere das Aus-Kommando separat, belohne sofort, wenn der Hund abgibt. Dann wird der Dummy tatsächlich ein Werkzeug, kein Trophäenobjekt.

💡 Unser kleiner Extra-Hack:
Mach das Training lustig, locker und mit vielen Lob-Pausen. Ein glücklicher Hund lernt schneller, bleibt motiviert – und wir Menschen haben endlich weniger Ärger beim Aufheben vom „versteckten“ Dummy unter der Couch.


Für wen ist Dummytraining geeignet?

Eines gleich vorweg: Dummytraining ist nicht nur etwas für Retriever und ambitionierte Jagdhunde. Ganz im Gegenteil – fast jeder Hund kann profitieren, wenn man das Training an Alter, Rasse und Temperament anpasst. Hier unser Überblick, wer besonders viel Freude daran hat und wie man es clever gestaltet:

🦴 Retriever & Jagdhunde – die klassischen Apportier-Profis

  • Diese Hunde wurden quasi geboren, um zu bringen, zu suchen und stolz das Erlegte (oder geworfene Spielzeug) zurückzubringen.
  • Vorteile: hohe Motivation, Freude an der Arbeit, schnelles Lernen.
  • Tipp: Gerade bei diesen Rassen lohnt es sich, die Schwierigkeitsstufe langsam zu steigern – von sichtbaren Dummys auf ein paar Meter bis zu versteckten Dummies über längere Distanz.
  • Humor-Extra: Achtung, wenn dein Retriever den Dummy erst zurückbringt und dann noch eine Runde „Jetzt du mir“ einlegt – Spaß pur, aber Vorbereitung für die eigenen Lachmuskeln ist Pflicht!

🐕 Hütehunde & Gebrauchshunde – Struktur und Kopfarbeit

  • Herdenschutzhunde, Schäferhunde, Malinois & Co. sind schlau, agil und brauchen mentale Herausforderungen.
  • Dummytraining gibt ihnen eine klare Aufgabe und Struktur: Suchen, Denken, Zurückbringen.
  • Vorteil: Es hilft, überschüssige Energie abzubauen, ohne dass der Hund permanent den Garten „kontrolliert“ oder die Schuhe als Hüteobjekt missbraucht.
  • Humor-Extra: Achtung, der clevere Schäferhund wird versuchen, dich zu „überlisten“ und den Dummy auf dem schnellsten Weg selbst zu behalten. Perfekt, um den eigenen Humor auf die Probe zu stellen.

👨‍👩‍👧 Familienhunde – Auslastung und Bindung

  • Auch der gemütliche Labrador oder Mischling im Familienalltag kann Dummytraining lieben.
  • Vorteil: Körperliche Auslastung, mentale Beschäftigung und vor allem stärkt es die Bindung zwischen Hund und Halter – gemeinsam lachen, suchen, apportieren.
  • Tipp: Kurze, spielerische Einheiten, kleine Belohnungen und viele Lobmomente.
  • Humor-Extra: Familienhunde haben oft die witzigsten „Fehlleistungen“ – der Dummy wird zur Trophäe, die man stolz im Wohnzimmer präsentiert, während die Kinder vor Lachen umfallen.

🧓 Senioren – sanfte Aufgaben für ältere Hunde

  • Auch ältere Hunde profitieren, wenn das Training angepasst wird: weniger Laufdistanz, langsamere Aufgaben, Dummies in gut sichtbarer Nähe.
  • Vorteil: geistige Aktivierung, Freude an Bewegung ohne Überlastung, stärkt die Bindung und hält den Hund fit.
  • Tipp: Mehr Pausen, sanfte Motivation und klare Struktur – lieber kleine Erfolgserlebnisse als Überforderung.
  • Humor-Extra: Senioren sind oft Meister im „Ich tue so, als wäre ich blind, aber bringe heimlich trotzdem alles“ – echte Herzöffner-Momente!

Egal, ob junger Powerhund, cleverer Hütehund, entspannter Familienhund oder weiser Senior – Dummytraining kann jeder Hunderasse und jedem Alter angepasst werden. Der Schlüssel: die Übungen clever wählen, Dosierung anpassen und immer den Spaß im Vordergrund lassen.


Dummytraining ist mehr als nur Beschäftigung – es ist eine Mischung aus Spiel, Sport und echter Teamarbeit zwischen dir und deinem Hund.
Während dein Vierbeiner auf Spurensuche geht, Dummys apportiert und neue Herausforderungen meistert, wird er körperlich ausgelastet und gleichzeitig geistig gefordert. Und das Beste: Du bist live dabei, lachst über kleine Fehlversuche, freust dich über jeden Erfolg und stärkst dabei eure Beziehung auf spielerische Art.

💡 Unser Tipp:
Fang klein an. Wenige, aber klare Wiederholungen sind viel effektiver als endlose Trainingseinheiten, die euch beide nur frustrieren. Lieber 3 richtig gute Wiederholungen voller Motivation und Freude, als 15, bei denen ihr beide schon beim dritten Wurf die Lust verliert.

🌟 Extra-Motivation:
Stell dir vor, wie dein Hund stolz mit dem Dummy zurückkommt, die Ohren gespitzt, die Augen voller Stolz – und du stehst daneben, streichelst, lobst, lachst. Genau diese goldenen Momente machen Dummytraining so besonders: Spaß, Abwechslung, Teamgeist und gemeinsame Erfolgserlebnisse, die euch noch lange verbinden.

👉 Egal ob jagdlich ambitionierter Profi oder gemütlicher Couchpotatoe-Hund – Dummytraining ist für jede Fellnase geeignet. Es bringt Bewegung, Köpfchen, Spaß und unvergessliche Momente, die euch beide immer wieder zum Strahlen bringen.


© Dirk & Manuela Schäfer. Alle Inhalte, Texte, Bilder und Beiträge auf dieser Website sind urheberrechtlich geschützt. Eine Kopie, kommerzielle Nutzung oder anderweitige Weiterverbreitung, auch auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung untersagt.


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